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1.000 US-Militärbasen weltweit gegen 25 Russlands

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1.000 US-Militärbasen weltweit gegen 25 Russlands. Gedanken über Fakten um das Feindbild "Russland".
 
Es reichen einfache Fakten, die nahe legen, dass es sich vielleicht doch anders verhält, als einem erzählt wird so in Bezug auf das Feindbild „Russland“ und die Bedrohung aus dem Osten, tagtäglich gepflegt durch hiesige Medien und Politiker als Bestandteil eines neuen „Kalten Krieges“. Ein Blick auf die Internetseite Wikipedia zum Stichwort „Militärbasen im Ausland“ bringt Erstaunliches hervor. 
 
Es setzt sich nach kurzer Medien-Pause fort: das Russland-Bashing vom Mainstream und von Politikern hierzulande. Für einige Tage nur geriet es wegen der USA-Präsidenten-Amtseinführungshisterie für Leute wie Klaus Kleber (ZDF) und Kollegen in die Schlagzeilen-Warteschleife: das Land der Bedrohung namens Russland. Nun wird wieder unnachlässig formuliert, dass nix Gutes aus dem Putinschen Osten kommt, dass es einen Kalten Krieg gibt. Ob bei ARD, beim ZDF, im Deutschlandfunk, bei 3 Sat ist davon zu sehen, zu hören, in deren Mediatheken nach zu verfolgen. Der einfache Bürger, ich bin einer, macht sich Gedanken. Ich, der auf diesen Feindbildschnellzug nicht aufspringen will, unternehme eine simple Nachforschung und frage mich in Bezug auf den Aspekt „Bedrohung“: Was machen eigentlich die Amerikaner militärisch in Europa? Wo sind die Russen in Europa, militärisch gesehen? Ich „google“… Ich finde bei der Internetseiten-Suche nach dem Stichwort „Militärbasis im Ausland“ interessante Aussagen zu den USA und Russland. So heißt es bei Wikipedia: „Die Vereinigten Staaten unterhielten nach eigenen Angaben im Jahr 2008 761 militärische Einrichtungen aller Teilstreitkräfte (Army, Air Force, Navy, Marine Corps) im Ausland. Dies sind 14 % von 5.429 Einrichtungen insgesamt. Die Gesamtzahl der Stützpunkte, auf die die USA jederzeit zurückgreifen können, ist jedoch höher, da Basen, für die lediglich Nutzungsrechte vereinbart wurden, auf denen aber derzeit keine amerikanischen Soldaten stationiert sind, sowie etliche Militärbasen, etwa in Afghanistan und im Irak, in dieser Statistik nicht enthalten sind. Experten schätzten im Jahr 2004 die Gesamtzahl der Stützpunkte, auf die die USA jederzeit zurückgreifen können, auf ungefähr 1.000.“

 

Nun mache ich die Gegenprobe für Russland, es heißt ebenfalls bei Wikipedia: „Heute befinden sich schätzungsweise 25 russische Militärstützpunkte in neun ehemaligen Sowjetrepubliken.“ Das ist also „weltweit“ a la Russland. Ich denke mir, dass „Wikipedia“ nicht zu den Quellen „alternativer Fakten“ zählt, wie das neuerdings heißt. Selbst bei einigen Abweichungen könnte davon ausgegangen werden, dass der Zahlenvergleich von etwa 1.000 zu 25 ziemlich deutlich macht, wie groß „eine russische, aggressive Bedrohung“ von 25 Basen ausgehend plus dem Heimatland Russland plus etwaiger hier nicht gezählter Stationen (z.B. Syrien) qualifiziert werden könnte.

 
Es kommt mir ein Bild in den Sinn. Ein zunächst lustig wirkendes Foto, welches im Internet kursiert, auf dem eine Weihnachtsbaumkugel abgebildet ist, zerbrochen, auf dem Boden liegend. Unter dem Foto steht: „Wer hat´s verbrochen? Der Russe.“ Wäre dieses Bild nicht einfach ein Gag, es könnte gelacht werden. Allein wirkt das Foto, die Aussage wie ein sehr, sehr nachdenklich machendes Anstupsen, sich zu überlegen, wer wie und warum unserem europäisch-asiatischen Nachbarn Russland (wie in der Geschichte schon geschehen) so intensiv den Stempel „böser Russe“ aufdrückt.
 
Ich sage mir beim Anblick des Fotos der Weihnachtskugel und dem Gedanken an die Kriege der Welt und der Frage „Wer hat´ s verbrochen?“: Die Russen waren und sind es nicht! 
 
Ich habe bei einigermaßen hellem Verstand begriffen, dass es den Machern des Stempels „böser Russe“ einzig um die Installierung und Pflege eines Feindbildes geht. Die USA pflegt diese Bild gegen das große Land im Osten Europas mit. Frieden und Solidarität und ein gutes Zusammenleben der Völker scheinen nicht lohnend – für diese Kreise (?). Das Feind-Bild zu hegen und zu pflegen wird mit immensem Aufwand (bei großem Nutzen und für wen?) betrieben. Hier mit Unterstützung von „Leitmedien“ und ihren Frontleuten wie Klaus Kleber, von Politikern wie Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, dem Bundespräsidenten Joachim Gauck, der Bundeskanzlerin Angela Merkel, die Regierungschefin, die keinen Meter von ihrer Sanktionspolitik gegenüber Russland weichen will. In wessen Auftrag? In meinem? Nein. Mir läuft es kalt den Rücken herunter, mit welcher Kälte formulierend Ursula von der Leyen sagt: „Wir haben als Europa eigentlich beste Voraussetzungen, um wesentlich mehr Effizienz zu entwickeln. Die Europäische Union kann traditionell auf einen breiten wirtschaftlichen und humanitären Instrumentenkasten zurückgreifen. Aber ihre militärischen Fähigkeiten sind schwach und wenig strukturiert. Damit schaffen wir es nicht, unsere eigentliche Stärke, das wirksame Bündeln ziviler und militärischer Maßnahmen, voll zur Geltung zu bringen – und zwar nicht in Konkurrenz, sondern in Ergänzung zur Nato.“ (Der Tagesspiegel 12. 11/16) Und eine andere Oberzeile eines Artikels liest sich wie eine Drohung: „Ursula von der Leyen möchte auch nach der Bundestagswahl Verteidigungsministerin bleiben. Bei der Bundeswehr-Tagung bekräftigte sie die Forderung nach weiteren Steigerungen des Wehretats.“ (Der Tagesspiegel 17.10.16).
 
Zum Lachen ist schon wieder, wenn die Ministerin, Mutter von sieben Kindern, in einem Interview freimütig auf eine heikle Frage antwortet:
 

 

 
Uns Bürgern wird derweil weiter jeden Tag erzählt: der Russe dopt, der Russe besetzt fremde Länder, der Russe bombardiert schon zerstörte Städte im Nahen Osten, der Russe bedroht die kommende Bundestagswahl per Cyberangriff (die nicht elektronisch ausgezählt wird), das hat er auch schon bei der vergangenen Wahl in den USA gemacht. Der Russe, konkreter noch, Putin (Kremlchef) – von dem hatte ich jetzt einige Tage gar nichts gehört wegen dem neuen USA-Präsidenten – also der ist und bleibt der Feind, der Böse, jemand, mit dem keine Freundschaft geschlossen werden darf. Ja der Russe bedroht auch und vor allem militärisch.
 
Russland ist mehrfach in der Geschichte angegriffen, überfallen, fast zerstört  worden. Russland (früher in Gänze Sowjetunion) hat allein im II. Weltkrieg über 20 Millionen Menschenopfer erlitten. Das spielt, so mein Eindruck als Rezipient, bei Mainstream-Medien-Angeboten keine Rolle, das Feindbild schon. Die echte Bedrohung, die schon Realität ist auf diesem Erdball, wird nicht benannt. Siehe 1.000 Militärbasen. „Die USA sind ein kaputtes und gewalttätiges Land, gewalttätig im Innern und gewalttätig nach außen. Es ist ein vielfältig kriegführendes Land“, konstatierte Albrecht Müller, Herausgeber der Nachdenkseiten, angesichts der kürzlich vollzogenen Amtseinführung des neuen US-Präsidenten samt kritischen Rückblick auf seine Vorgänger. Diesem Befund stellt sich die Darstellung der Medien wie das ZDF und nicht wenige andere in der Bundesrepublik entgegen. Bei Kleber (ZDF-Heute-Journal) und Kollegen wird stets von einem Amerika der Demokratie und Freiheit gesprochen, ja geschwärmt, zumindest unter der bisherigen Leitung diverser US-Präsidenten. Gerade wird gejammert angesichts des neuen Mannes mit blondem Haupthaar. Ich denke mir, ein anderer Mann im weißen Haus, der heißt, glaube ich, Bernie Sanders, wäre möglich gewesen. Nur wurde seinerzeit die Medienmaschine auch in Deutschland nicht für diesen fortschrittlichen Kandidaten angeworfen, Sanders stattdessen lange Zeit als Spinner und Sozialromantiker verspottet. Auch eine Art von Gewalttätigkeit. Im Innern (siehe Albrecht Müller Aussage zur USA).
 
Was würde Willy Brandt, der legendäre Altbundeskanzler, sagen, dass nun statt der früher angestrebten und mehr und mehr gelungenen friedlichen Koexistenz zwischen Westeuropa und der Sowjetunion samt Ostblock, statt nach der Wiedervereinigung und dem Feststellen „der Kalte Krieg ist vorbei“ seitens der NATO dieser Kalte Krieg jetzt wieder aufgetischt wird, verbal und in echt aufgerüstet wird, tausende Panzer und Kriegsgerät (vor allem der USA-Streitkräfte) gen Osten transportiert werden und täglich gefragt und darauf geantwortet wird: Wer hat´s verbrochen? Der Russe.“ ?
 
Dm einfachen Bürger wie mir wird erzählt: der Russe dopt, der Russe besetzt fremde Länder, der Russe bombardiert schon zerstörte Städte im Nahen Osten, der Russe bedroht die kommende Bundestagswahl per Cyberangriff (die nicht elektronisch ausgezählt wird), das hat der Russe schon bei der Wahl in den USA gemacht. Der Russe, konkreter noch, Putin (der Chef in Russland), von dem habe ich einige Zeit medial gar nichts gehört wegen dem neuen USA-Präsidenten, der ist schlicht der Feind, der Böse, jemand, mit dem keine Freundschaft geschlossen werden darf. Der Russe bedroht vor allem militärisch (mit um die 25 Basen weltweit). Russland ist zigfach in der Geschichte schon angegriffen worden. Russland (früher in Gänze Sowjetunion) hat allein im II. Weltkrieg über 20 Millionen Opfer erlitten. Bei Wikipedia finden sich auch die militärischen Interventionen, die Kriege der USA im 20.Jahrhundert. Zahlreiche sind diese. Jetzt im 21. Jahrhundert führt Washingtons demokratisch gewählte Regierung ebenfalls Krieg. Im Jemen, in Afghanistan. Drohnenangriffe inklusive.
 

Bei den Militärbasen steht es im Kalten Krieg 1.000 zu 25. Ich will gar nicht wissen, wie die anderen Zahlen ausfallen. Ich wünschte, der Kalte Krieg weicht Frieden, Freundschaft und Solidarität.

 

 

 

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